Nach der Weinlese bei einem Grauburgunder entspannen

Wine Harvest Worker Cutting White Grapes from Vines – © visivasnc / fotolia.com

 

 

Der September ist angebrochen und die Tage werden allmählich kürzer – Zeit also, sich auf die bevorstehende Weinlese im Weinbaugebiet Franken zu freuen. Ungefähr ab Mitte September lassen sich die ersten Trauben mit entsprechendem Reifegrad ernten, die wir zu unseren köstlichen Frankenweinen ausbauen werden. Damit die Qualität der Trauben stimmt, werden diese bei der Weinlese von Hand geerntet und selektiert. Während einige Rebsorten bereits kurz vor der Ernte stehen, lassen wir andere Rebsorten für unsere Spätlese, Auslese und Trockenbeerenauslese weiterhin an den Rebstöcken reifen, bis sie ihr volles Aroma entfaltet haben. Tatsächlich zieht sich die Weinlese den ganzen Herbst über hin und kann je nach Wetterlage auch bis in den frühen Winter reichen, um das gewünschte Reifestadium unserer Weintrauben zu erzielen. Dementsprechend haben wir also in Kürze im wahrsten Sinne des Wortes alle Hände voll zu tun und blicken gespannt und voller Tatendrang auf die diesjährige Traubenernte.

Abwägen des richtigen Zeitpunkts zur Weinlese ist entscheidend

Jedes Jahr aufs Neue ist es eine Frage des Abwägens, wann wir mit der Weinlese beginnen. Denn schlechtes Wetter gefährdet die Qualität unserer Weintrauben. Daher setzen viele Weingüter darauf, möglichst früh die komplette Traubenernte einzuholen, um weiteren Schlechtwetterfronten zu entgehen. Ganz behutsam beobachten wir das Wachstum und die aromatische Entwicklung unserer Rebsorten, da wir als traditionsreiches Weingut mit einem Hang zu Innovation nicht nur Kabinett Weine keltern, sondern auch Raritäten zu besonderen Frankenweinen anderer Qualitätsstufen anbieten. Inwiefern dies gelingt, hängt bei jeder Weinlese davon ab, ob die Trauben das erforderliche Mostgewicht erreichen und wie erwartet reifen. Hier spielen Faktoren wie Zuckergehalt, Säure und PH-Wert genauso eine Rolle wie je nach Rebsorte der Befall mit Edelfäule.

Gemeinsam lässt es sich gut ernten

So wechselhaft das Wetter dieses Jahr auch ist, so vielfältig sind die Anforderungen an unsere Rebsorten. Nicht selten müssen wir während der Weinlese auf spontane Wetterumschwünge reagieren und dafür sorgen, dass alle in unseren Weinbergen angebauten Rebsorten vor potenziellen Risiken geschützt werden und nach der Weinlese direkt in die schützenden vier Wände unseres Weinguts gebracht werden. Da es sich hierbei um eine spannende und aufreibende Sache handelt, haben wir immer wieder interessierte Menschen zu Gast, die uns tatkräftig bei der Arbeit unterstützen. Denn eine erfolgreiche Weinlese hängt unter anderem auch davon ab, wie viel intuitives Einfühlungsvermögen und Aufmerksamkeit unsere Erntehelfer den kostbaren Rebsorten widmen.

Wir freuen uns immer wieder, so viele helfende Hände in unseren Lagen zu haben, denen unsere Rebstöcke genauso am Herzen liegen wie uns. Daher setzen wir uns nicht selten nach getaner Arbeit zusammen, und lassen den anstrengenden Tag mit einem leckeren Wein und einem herzhaften Essen ausklingen. Denn so kann man es sich gutgehen lassen und die letzten warmen Sonnenstrahlen genießen, die schon bald unsere Weinberge in herbstliche Farben hüllen wird.

Leckerer Allrounder mit frisch-spritzigem Eindruck für einen gelungenen Ausklang

Gerade nach einem anspruchsvollen Arbeitstag bietet es sich an, einen nicht ganz so schweren Wein zu genießen. Schließlich klingelt früh am nächsten Morgen der Wecker, um weitere Rebstöcke zu begutachten und abzuernten. Also empfehlen wir einen frisch-spitzigen Weißwein, der elegant mit einem kräftigen Aroma daherkommt und sich bei einem moderaten Alkoholgehalt von 12,5 % vol. äußerst süffig gibt: Unser trockener Grauburgunder der Serie mundart. Gut gekühlt lässt sich dieser Allrounder mit saftigem Bukett und Flavours von Ananas, Mandarine und Zitronenmelisse in Kombination mit mineralischen Eindrücken, Nussaromen und der Süße von Chantelaise Melone, gelber Birne und gelbem Apfel optimal genießen.

Sowohl solo, wenn es mal ein Gläschen mehr sein darf, als auch zu Fisch und herzhaften Speisen macht dieser Kabinett Grauburgunder eine gute Figur, die auch schon so manche Jury überzeugt hat. So hat dieser mundart Grauburgunder beispielsweise 2015 gleich mehrere Preise mit nach Hause nach Thüngersheim gebracht: Franken Silber, DLG Silber und mundus vini Silber. Ein Wein mit Charakter und ein wahrer Gewinn für jede gesellige Runde sowie zum entspannten Hochlegen der Füße nach getaner Arbeit!

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